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Nachruf Prof. Dr. Dr. Stephan Tanneberger

Prof. Dr. Dr. Stephan Tanneberger ist tot. Der Gründer des Anklamer Friedenszentrums und ehemalige Chef des DDR-Krebsinstituts litt seit Jahren an Blut- und Knochenkrebs. Nach einem schweren Sturz lag er in einem künstlichen Koma, aus dem er nicht mehr erwachte.

Der Gründer des Anklamer Friedenszentrums und ehemalige Chef des DDR-Zentralinstituts für Krebsforschung, Prof. Dr. Dr. Stephan Tanneberger ist am 5. März im Alter von 82 Jahren verstorben. Tanneberger war seit drei Jahren an Blut- und Knochenkrebs erkrankt, wie Anklams Bürgermeister Michael Galander sagte, der zu Tanneberger wegen des Friedenszentrums ein enges Verhältnis hatte.

Seit dem 19. Februar habe Tanneberger im Krankenhaus gelegen, nachdem er am Abend des 19. Februar in seinem Haus in Liepe auf Usedom gestürzt war, wie Galander sagte. Tanneberger kam ins Greifswalder Uniklinikum, wo er noch am späten Abend operiert und in ein künstliches Koma versetzt wurde, aus dem er nicht mehr vollständig erwachte, so Galander. Er lag bis zuletzt auf der Intensivstation.

Großer Verdienst für Anklam

Galander selbst habe Tanneberger am 19. Februar noch vor dem Sturz zu Hause besucht. "Es war deutlich erkennbar, dass es ihm nicht gut geht", sagte Galander. Tanneberger habe blass und abgemagert ausgesehen.

Tanneberger hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam teilrestauriert und eine Stätte des Gedenkens wurde. Auch für das Projekt „Wald für Frieden und gegen Klimawandel”, als Teil des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), in der Anklamer Südstadt setzte er sich ein. „Sein Verdienst für Anklam, die Region und weit darüber hinaus ist unbestritten”, so Rösler in einer Mitteilung.  Quelle: Nordkurier

Nachruf Herr Ulrich Schulz

Am 28.12.2016 ist Herr Ulrich Schulz verstorben. Wir nehmen seinen Tod zum Anlass, um einem Menschen zu gedenken, der ganz entscheidenden Anteil daran hat, dass das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam ein wichtiger Teil unseres Friedenszentrums werden konnte. Dieses Gebäude wurde nach der letzten Hinrichtung eines Gefangenen am 26. April 1945, bei Kriegsende von Hitlers Truppen verlassen. Dank Herrn Ulrich Schulz und der Arbeit seiner Forschungsgruppe beim damaligen Kulturbund der DDR verfügen wir heute über wesentliche Kenntnisse über die Vorgänge im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis. Sie bildeten die Grundlage für die weitere Forschungsarbeit. Ihm ist es auch maßgeblich zu verdanken, dass der Todeszellentrakt in der DDR als Gedenkstätte erhalten wurde. Mit einer Kranzniederlegung wurde in jedem Jahr an die Opfer der Hitlerdiktatur erinnert. Auch im fortgeschrittenen Alter nahm Herr Ulrich Schulz dann an der 2005 beginnenden Arbeit des Zentrums für Friedensarbeit persönlich Anteil. Im Namen der Förderer, Freunde und Mitarbeiter des Friedenszentrum gedenken wir Herrn Ulrich Schulz als einem immer aktivem Historiker und Lehrer in Anklam. Diese Erinnerung ist Ansporn für unsere Arbeit für Frieden in der Welt. Wir werden Herrn Ulrich Schulz nie vergessen!
 

Dr. Barbara SyrbeProf. Dr. Dr. Stephan TannebergerMichael Galander
KuratoriumsvorsitzendeEhrenvorsitzender des VorstandesVorstandsvorsitzender