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"Nachwuchs" im Anklamer Friedenswald

Montag, 23. Juni 2008 von Veronika Müller

Einsatz: Rund 20 freiwillige Helfer haben am Sonnabend eine "Sonderschicht" im Anklamer Friedenswald "gefahren". Dabei wurde der 298. Baum gepflanzt.

Anklam. Die knapp 300 jungen Bäume im Anklamer Friedenswald hatten das Peene-Wasser, mit dem die rund 20 Freiwilligen am Sonnabendvormittag sie reichlich versorgten, dringend nötig: Denn trotz eines zuvor niedergeprasselten Regengusses war der Boden ausgedörrt und lechzte förmlich nach Feuchtigkeit. Und so floss reichlich kühles Nass in die zuvor um den Stämmen aufgelockerte Erde.
Aber nicht nur zum Gießen waren die Helfer in den Friedenswald gekommen. Einige Bäume brauchten einen neuen Schnitt, Hecken wurden in Form gebracht und Unkraut gejätet. Schweißtreibende Arbeiten, die dennoch den Anklamern die gute Laune nicht verdarben. "Wir sind stolz, dass der Wald bereits so viel Zuwachs bekommen hat", sagte der Vorsitzende der Stiftung des Zentrums für Friedensarbeit, Stephan Tanneberger, der zuvor Ingo Kuchenbrandt, Chef der Zuckerfabrik, beim Pflanzen des 298. Friedensbaumes - eine Linde - zur Hand ging. Das üppige Mohnblumen-Grasfeld im Umfeld der Pflanzstelle, so die Experten vom Garten- und Landschaftsbau Hagemann, sei Absicht, es halte bei langen Dürreperioden die Feuchtigkeit im Boden besser als der üblicherweise kurzgeschorene Rasen.
Für mehr Ordnung und Sauberkeit auf dem Gelände des Friedenswaldes, der übrigens erst vor knapp einem Jahr angelegt wurde, soll ab heute ein Helfer der Friedensstiftung sorgen. "Für erst einmal ein halbes Jahr haben wir vom Arbeitsamt diese Stelle genehmigt bekommen", freute sich Tanneberger, dass sich nun jemand ständig um die großflächige Anlage kümmern wird. "Es wäre ja schade, wenn aus Mangel an Zeit das Projekt nicht in einem solchen Zustand gehalten werden kann, wie es sein sollte. Denn immerhin haben nicht nur Verbände, Parteien, Vereine sowie Stadt und Partnerstädte die Bäume für den Friedenswald gespendet, sondern wie Kuchenbrandt auch zahlreiche Einwohner der Region.
Rund 100 Euro kostet es, eine Linde, eine Blutbuche oder einen anderen "Lieblingsbaum" zu stiften. "Darin enthalten ist sogar die Pflege der Bäume", fügt Tanneberger hinzu. Ein Umstand, der Kuchenbrandt entgegenkommt. Der Geschäftsmann hält zwar die Baumpflanzung für eine tolle Idee, doch mit dem Pflegen "seiner" Linde wäre er auf Grund seines zeitraubenden Jobs wohl nicht regelmäßig zurecht gekommen. "Als ehemaliger Anklamer ist es mir wichtig, hier einen Baum zu pflanzen. Zum einen wächst dadurch der Friedenswald - den ich sowieso sehr begrüße - zum anderen ist mehr Grün für jede Stadt eine Bereicherung."
Während einige Helfer immer noch fleißig Wasser schleppen, das übrigens mit einem Tankwagen von der Peene angefahren wurde, sind andere bereits dabei, für einen kleinen Imbiss zu sorgen: Eine Stärkung, die von allen mit großem Hallo angenommen wurde.

Anklam beteiligt sich an der 1 Milliarde Bäume Aktion der Vereinten Nationen

Die Stiftung Zentrum für Friedensarbeit - Otto Lilienthal - Hansestadt Anklam (www.friedenszentrum-anklam.de) fühlt sich seit Ihrer Gründung im Januar 2005 und mit ihrem Motto "für Frieden zwischen den Menschen und mit der Natur" dem Zusammenhang zwischen Frieden und Umweltschutz verpflichtet. Demgemäß war es selbstverständlich, sich der Initiative der Friedensnobelpreisträgerin 2004, Wangari Matthai, eine Milliarde Bäume zu pflanzen, anzuschließen.
Die Initiative Friedenswald fand große Unterstützung bei der Norddeutschen Umweltstiftung aber auch bei vielen Anklamern.
Bisher wurden 326 Bäume gepflanzt.

Die Initiative wurde in die offizielle Berichterstattung zur Kampagne "Pflanzen für den Planeten" des UN - Umweltprogramms (UNEP) aufgenommen.
 

Spenden dienen der Friedensarbeit. 

Spendenkonto: IBAN: DE48 1506 1638 0002 0213 31 / BIC: GENODEF1ANK bei der Volks-und Raiffeisenbank
Zentrum für Friedensarbeit - Otto Lilienthal - Hansestadt Anklam
Stockholmer Str. 7
17389 Anklam