Veranstaltungen 2011 im Zentrum für Friedensarbeit
PRESSEMITTEILUNG

Ministerpäsident Erwin Sellering im Anklamer Zentrum für Friedensarbeit

Als die OZ am 15.12.2010 von der Position des Ministerpräsidenten zum Krieg in Afghanistan berichtete, läuteten im Friedenszentrum symbolisch die Glocken. Nicht die Weihnachts-, sondern natürlich die Friedensglocken. Und es war ein echtes Weihnachtsgeschenk, daß Erwin Sellering kurz danach einen Besuch im Friedenszentrum zusagte. Am 25.02.2011 um 13.00 war es dann so weit. Noch war keine Zeit für die Afghanistan-Diskussion, aber dazu gab es bereits eine klare Aussage: „Ich komme bald wieder!" Zeit war jedoch für einen Rundgang durch das ehemalige Wehrmachtsgefängnis in Anklam und für ein erstes Kennenlernen.der Mitglieder des Kuratoriums und des Vorstand der Stiftung, darunter Bürgermeister Galander und Bürgervorsteher Starigk. Anwesend war auch Dr. Joachim Nelles, einer der ersten, der sich beim Besuch in der Friedensschule Monte Sole in Italien für die Stiftung in Anklam aussprach. Für Politiker sind solche Ereignisse Alltagsroutine. Diesmal vielleicht doch nicht ganz. Der Ministerpräsident folgte mit großem Interesse den Ausführungen des Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes, Prof. Stephan Tanneberger. Mit viel Anteilnahme las Erwin Sellering die von der Stiftung angebrachten Informationstafeln und verweilte dann wortlos und sichtlich bewegt im Todeszellentrakt des Gefängnisses. Dort wo weit über hundert junge Soldaten die letzten Stunden vor der Vollstreckung ihrer Todesurteile verbracht haben zu deren Ehre die Mitarbeiter des Friedenszentrums Kerzen angebrannt hatten. Anschließend stellte der Ministerpräsident Fragen, die wir uns alle stellen müssen. Verstehen wir wirklich den Faschismus der Vergangenheit? Tun wir alles dafür? Denn nur wenn wir den wirklich verstehen, können wir den Neofaschismus der Gegenwart überwinden. Einer, der viel für das Verstehen getan hat. Herr U.Schulz, ehemaliger Lehrer in Anklam und Leiter der Gruppe des Kulturbundes der DDR, die sich um die Pflege der Erinnerung verdient gemacht hat, war bei dem Rundgang dabei. Gekommen um dabei zu sein, wenn der Ministerpräsident kommt. An den Ort, der nun, dank Schulzes Arbeit vor Jahrzehnten, zu den Denkmälern Mecklenburg-Vorpommerns gehört. Das Anklamer Friedensforum, Denkmalsarbeit, Wissen an junge Leute vermitteln. Prof. Tanneberger machte nach dem Rundgang an Hand einer Grafik deutlich, wo die Stiftung Ihren Platz sucht. Friedensarbeit nicht mit großen Worten, sondern mit sehr konkreten Zielen, nannte Tanneberger das Konzept. Gute und richtige Beratung der Politik, damit dort gute und richtige Entscheidungen getroffen werden. Diese Zielsetzung schien dem Ministerpräsidenten zu gefallen. Friedensforschung, denn Friedensarbeit braucht Sachlichkeit. Warum nicht gemeinsam mit der Universität Greifswald? Auch dazu ein aufmunterndes Nicken von Erwin Sellering. Und dann fast begeisterte Zustimmung. Frieden am Computer spielen! Warum eigentlich nicht? Krieg wird doch da auch gespielt. Das anwesende Vorstandsmitglied, UU Schulz, versteht etwas davon. Schließlich Worte über Kunst und Frieden Eine prominente Anklamer Künstlerin, Ute Gallmeister, war gekommen um dem Ministerpräsidenten zu zeigen: Es gibt schon noch Künstler, die Friedensarbeit machen und unterstützen. Und das Ingenieurbüro Neuhaus, Herr Kleinhardt von CAMPUS waren gekommen. Stifter und immer bereit zu zeigen: Wir stehen ganz vorn, wenn sich Anklam darum bemüht, Stadt des Friedens zu sein. Der Ministerpräsident war sichtlich beeindruckt von der gesellschaftlichen Resonanz und der Breite der Friedensarbeit in Anklam. So muß es sein. Frieden ist unser aller Anliegen und die große Herausforderung des 21.Jahrhunderts. Und Frieden schafft man nicht durch neuen Krieg, sondern durch die entschlossene Gemeinsamkeit aller. Den kleinen wie den großen Frieden. Dazu gehört auch Verstehen zwischen den Politikern denen es um die Sache geht. Vielleicht ein Symbol, daß Ministerpräsident Sellering bei seinem Rundgang vor den beiden großen Laken mit „Händen für den Frieden", einer Initiative der Linkspartei halt machte. Dieser Tag, ein Besuch, der vielleicht ein wenig anders war als sonst üblich. Klare Worte von beiden Seiten: Verzicht auf Fragen nach Geld gegen Verzicht auf Wahlkampf. Aber kein Verzicht auf Worte darüber, die Politik allzu leicht vergisst 1500 Milliarden gibt die Welt Jahr für Jahr für Krieg und Rüstung aus. Aber die brauchen wir wo anders! Für den Klimaschutz, den Schutz der Weltmeere! Vergessen Sie das nicht, Herr Ministerpräsident! Ungewöhnliche Abschiedsworte von
Prof. Tanneberger an Erwin Sellering. Und dann noch. Uns geht's um Frieden zwischen den Menschen und mit der Natur. Vergessen Sie nicht am Friedenswald vorbei zu fahren auf dem Heimweg, Herr Ministerpräsident! Ein wichtiger Schritt ist gemacht. Mecklenburg-Vorpommern hat ein Friedenszentrum und einen Ministerpräsidenten, der sich sogar mit seiner Parteispitze anlegt, wenn es um Frieden geht. Alle die anwesend waren hoffen, daß das so bleibt. Einen Panzer hat der Ministerpräsident schon vernichtet. Es gehört seit einigen Jahren zur Tradition des Friedenszentrums, Pfefferkuchen-Panzer anzubieten. Auf dem Weihnachtsmarkt und anderswo. Liebevoll und als Spende von der Bäckerei Langhoff in Stolpe gebacken. Erwin Sellering fand dieses ungewöhnliche Mittagsmahl offenbar schmackhaft. Prof. Tanneberger fand es verpflichtend, daß alle gemeinsam und einträchtig Bäckerei Langhoffs Gebäck verzehrten. Und für die SPD Spitze bekam der Ministerpräsident noch eine Tüte mit. Mögen die nicht hart werden, damit sich dort keiner die Zähne ausbeißt!

Wochenende im Wald FÜR Frieden und GEGEN Klimawandel
Sonnabend, 18. Juni 2011 von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Auf dem Gelände des Waldes FÜR Frieden und GEGEN Klimawandel
Südstadt/ Hamburger Ring

Erstmals 1972 wurde von den Vereinten Nationen anlässlich der Eröffnung
der Stockholmer Konferenz über die Umwelt des Menschen,
der Welt- Umwelttag ausgerufen.
Seit dem feiern in jedem Frühjahr weltweit 150 Staaten dieses Ereignis.

Gemeinsam mit der Wählergemeinschaft Initiative für Anklam (IfA) laden wir Sie ein,
mit uns auch in diesem Jahr für einen Tag in unserem Wald zu arbeiten, zu reden und froh zu sein.

Getränke und Imbiß im Angebot
Veranstaltungsbericht
Weltfriedenstag 2011

"Die Mauern stehen sprachlos und kalt"
(Friedrich Hölderlin)
Eine Veranstaltung zum Gedenken an die Tragödie des Atombombenabwurfs über Hiroshima am 6. August 1945
gewidmet den Opfern der Atomkatastrophe von Fukushima

Sonnabend, 10. September 2011 19.00 Uhr
im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis Anklam
Friedländer / Adolf-Damaschke-Straße
Eintritt frei
" Eingegraben in Stein aus ferner Zeit
 ein Schatten auf dem Sand
 einstürzend Himmel und Erde dazwischen
 das Traumbild einer Blume "
                      
Hara Tamiki
: "Grabschrift"
Auszüge aus Augenzeugenbericht " Sommerblumen " von Hara Tamiki mit Kompositionen von Wolfgang Rihm.

Ausführende:
   Sopran: Hiroko Haag
 Rezitation: Dirk Zotner
   Klavier: Juliane Busse

Mit freundlicher Unterstützung von Musikhaus Sitte Stralsund
Veranstaltungsbericht

Kurt-Kretschmann-Tag 2011
Gemeinschaftsveranstaltung mit der
Michael - Succow - Stiftung
zu Ehren des Geburtstags des Naturschützers und Pazifisten Kurt Kretschmann

am 02. März 2011 um 17.00 Uhr im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis Anklam Adolf-Damaschke-Straße
Eintritt frei Spenden dienen der Friedensarbeit

Programmablauf
Begrüßung: Prof. Stephan Tanneberger

Lieder von einer Welt in Frieden Chor der Cothenius-Grundschule Anklam unter der Leitung von Frau Engel Trapp

"Der Mann,der sich seine Häuser selber baute
- Die große Leidenschaft des Kurt Kretschmann"

S. Knospe - Haus der Naturpflege Bad Freienwalde und
Prof. M. Succow - Träger des alternativen Nobelpreises Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald

anschließend Diskussion

Der Veranstaltungsraum wird geheizt.Dennoch Empfehlen wir warme Kleidung. Imbiß und Getränke sind im Angebot.

6. Anklamer Friedenstag

"Wie kann die internationale Finanzwelt
 zum Weltfrieden beitragen"
Die Veranstaltung ist dem Gedenken an Hermann Scheer gewidmet und wurde gemeinsam mit
der Landtagsfraktion der SPD in MV vorbereitet.

Programm
     Film: Let's Make Money

Pause
Podiumsdiskussion
mit
Prof. Christa Luft (LINKE)  Heinz Müller (MdL SPD)  Frank Fehre (Unternehmensberater,Essen)
Prof. Dr. Dr. S.Tanneberger (Moderation)

Diskussionsbeiträge haben zugesagt: Sonja Steffen (MdB SPD) und Peter Ritter (MdL LINKE)

Freitag, 6. Mai 2011 um 17.00 Uhr
Im Gebäude des ehemaligen Wehrmachtsgefängnisses Anklam
Eingang Friedländer und Adolf-Damaschke-Straße

Eintritt frei Imbiß und Getränke im Angebot