10. Anklamer Friedenstag
anlässlich
des Endes des 2.Weltkriegs

Vortrag
Peter Geschke, Oberst a.D.

Mein Lebensweg als
Nachkriegskind und
Berufssoldat im Dienst des
Friedens - Erfolgsstory oder
nur glückliche Fügung?

07.05.2015 um 18.30 Uhr

im ehemaligen
NS-Wehrmachtsgefängnis Anklam
Adolf-Damaschke-Str./Friedländer Str.
Im Anschluß an den Vortrag

PODIUMSDISKUSSION

mit dem
Jurist und Autor
Dr. Heinrich Hannover

und anderen Zeitzeugen


Moderation
Prof. Dr. Dr. Stephan Tanneberger

Eintritt frei! Spenden dienen der
Friedensarbeit

Es besteht die Möglichkeit, den Zellentrakt des
Gefängnisses in stillem Gedenken zu besuchen.
Unmenschlicher Wahn

10. Anklamer Friedenstag im Zentrum für Friedensarbeit

Im ehemaligen NS-Wehrmachtsgefängnis fand am 7. Mai 2015 der 10. Anklamer Friedenstag anlässlich des Endes des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren statt. „Wir brauchen diese Erinnerungen, über die wir nicht genug nachdenken können. Diese und Begegnungen mit Zeitzeugen sind nötig für den Blick nach vorn, u. a. für Konzepte der Zukunft", betonte vor fast 100 Besuchern der Chef des „Zentrums für Friedensarbeit", Prof. Tanneberger, einleitend.
Informativ war der Vortrag von Oberst a. D. Peter Geschke (62). Seine Vita als Nachkriegskind und Berufssoldat „im Dienste des Friedens" schilderte er aus ganz persönlicher Sicht. Geschke, der vier Brüder hat, ging mit 18 Jahren aus finanziellen Gründen zur Bundeswehr, wo er 35 Jahre, von 1971 bis 2006, die Uniform der Bundeswehr trug. Seine Leitfiguren Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl waren natürlich auch östlich der Elbe bekannt. Ab 1980 wurde der Jugendoffizier in Köln. Während des Kalten Krieges war die Bundeswehr, die am 5. Mai 1955 gegründet worden war, für die klassische Landesverteidigung der BRD zuständig, versicherte der Redner. Nach der politischen Wende war Deutschland plötzlich kein Frontstaat mehr. Bei der beispiellosen Fusion von Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee, die im Vergleich zu anderen Bereichen gut verlief, wurden alle NVA-Generäle entlassen. Nun begann für die Bundeswehr die Ära der globalen Auslandseinsätze. Das Kontingent betrug zeitweise über 10.000 deutsche Soldaten. Zurzeit sind 2.000 Soldaten im Einsatz. Allein 54 Tote der Bundeswehr gab es in Afghanistan, wohin Geschke oft als Personalchef des Generalstabes flog.
Vor der Verabschiedung aus der Bundeswehr arbeitete er noch als Ausbilder für Länder, die nicht der NATO zugehörten. Seit dem ist Geschke, der in Itzehoe wohnt, Beauftragter für die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit dem Volksbund für Kriegsgräberfürsorge e.V., der in 45 Länder 825 Friedhöfe mit 2,5 Millionen Gräbern betreut.
Einen Wechsel des Blickwinkels verlangte der kritische Beitrag des Teilnehmers am zweiten Weltkrieg und heutigen Juristen Dr. Heinrich Hannover. Der in Anklam Geborene, der heute in Worpswede bei Bremen wohnt, wurde 1943 von der Schulbank als Rekrut eingezogen. Das Martyrium des Krieges in allen Facetten ereilte ihn in Italien.
„Ich könnte tagelang davon erzählen." Nach der Verletzung durch Granatsplitter im April 1945 bei Bautzen - einer befindet sich noch heute im Körper - war für ihn der Krieg zu Ende. Kein Wunder, der fast 90-Jährige, Sohn eines Anklamer Arztes, lehnt Militär und Krieg kategorisch ab (vgl. dazu „Gestohlene Jugend" im Anklamer Heimatkalender 2016). Krieg ist Wahnsinn! Niemand könne das Leiden der Opfer ermessen, der es nicht selbst erlebte!
Betroffene werden noch heute von psychischen Krankheitssymptomen geplagt, wie in der Diskussion zu hören war. Feindbilder und damit Gründe für exorbitante Rüstungsausgaben bzw. Exporte hat es immer gegeben, heute ist es der Terrorismus. Leider, so Oberst Geschke, fehlen wirksame konzeptionelle Ansätze, um ohne Kriegswaffen dagegen anzutreten.



Blitz am Sonntag 17. Mai 2015 von Herrn Manthei
Wochenende
im

Wald FÜR Frieden
und
Gegen
Klimawandel

gemeinsam mit der
Wählergemeinschaft
Initiativen für Anklam (IfA)

Sonnabend, 27. Juni 2015
von 10.00 bis 15.00 Uhr

auf dem Gelände in Anklam-
Südstadt/Hamburger Ring


Getränke und Imbiss im Angebot
Friedenswald expandiert
Feld-Ahorn ist Baum des Jahres

Anklams neue Grünanlage an der B 197 präsentierte sich am 27. Juni prächtig. Seit Herbst 2007 setzt die Stiftung "Zentrum für Friedensarbeit" auf der 1,5 Hektar großen Freihaltetrasse, zwischen Südstadt und Kleingartenanlage gelegen, das Konzept "Wald FÜR Frieden und GEGEN Klimawandel" konsequent um. Um insgesamt 2.000 Bäume zu pflanzen, wurde es notwendig, eine 0,7 Hektar große angrenzende Ackerfläche (westlich des Kleingartenweges) und die 0,3 Hektar große Abrissfläche der GWA Anklam zu erwerben. Der Grünbereich des Alten Friedhofes geht nunmehr nahtlos in den Friedens- bzw. Klimawald über. Gepflanzt wurden bisher über 500 einheimische Bäume. Darunter befinden sich Arten wie Ahorn, Baumhasel, Linde, Eiche, Speierling, Hain- und Rotbuche, Birke und Rosskastanie. Westlich und östlich des Friedenswaldes sorgen unzählige Heckersträucher von Wildrosen, Pfaffenhütchen, Weißdorn und Wildkirschen für Windschutz. Alle Gehölze wurden von der Spantekower Baumschule Priebe erworben. Gründer und Stiftungsvorsitzender Prof. Stephan Tanneberger erwähnte, dass er sich "auf die fachliche und ehrenamtliche Beratung bzw. Betreuung von Revier- und Stadtförster Gerald Behrends und Hans-Joachim Hagemann (Gala-Bau) stets verlassen kann."
Die MAE-Kräfte Dietrich Bruch, Bernd Schwarz und Thomas Westphal vom CJD Zinnowitz zeichnen gegenwärtig für die umfangreichen und notwendigen Pflegearbeiten verantwortlich, wie Mähen, Gießen aller Junganpflanzungen, Hacken und Müll sammeln. Überdies ist im Friedenswald seit 2008 etwas ganz Besonderes zu bewundern: der "Baum des Jahres". Es begann mit der Walnuss. In den Folgejahren fanden der Bergahorn, die Vogelkirsche, Elsbeere, Europäische Eiche, Wildapfel und die Traubeneiche ihren endgültigen Platz, natürlich auch mit besonderer Kennzeichnung. Dies trifft auch für den Feld-Ahorn (Acer campestre) zu, den Baum des Jahres 2015. Dieser ist in der gemäßigten Klimazone stark verbreitet, kann 20 Meter hoch und 200 Jahre alt werden. Gespendete Bäume dagegen erhalten eine kleine Tafel. Während der fünfstündigen Pflege- und Pflanzaktion, die gemeinsam mit der Wählergemeinschaft Initiative für Anklam (IfA) organisiert worden war, wurden noch vier Bäume gepflanzt. Die Firma Hagemann hatte drei, Uwe-Ulrich Schulz einen, diesen anlässlich seines 40. Hochzeitstages, gesponsert.
Anklams Friedenswald befördert so die ökologische Bildung und leistet einen Beitrag für das von der Bundesregierung bis 2020 gesteckte Ziel, die CO2-Belastung um 40 Prozent zu senken. Ganz im Sinne von Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai "Wenn wir Bäume pflanzen, dann säen wir Frieden und dann säen wir Hoffnung."
Weitere Baumspenden sind erwünscht. Tel.: 03971/2937999, Fax: 03971/2934384.


Artikel Blitz vom 4./5.7.2015 von Herrn Manthei

Veranstaltungen 2015
Auswertung des Filmes "Gefährten" und der Veranstaltung

Artikel Vorpommern Kurier vom 09.März 2015


Anklam. „2000 Milliarden Euro fließen weltweit in Rüstung und Krieg, damit richten wir unseren Erdball schrittweise zugrunde", sagt Stephan Tanneberger, Leiter des Anklamer Zentrums für Friedensarbeit im früheren Wehrmachtsgefängnis. Am Sonnabend veranstaltete das Zentrum erneut den jährlichen Gedenktag zu Ehren von Kurt Kretschmann.
Er war ein bedeutender Pazifist und zu DDR-Zeiten auch ein bekannter Umweltschützer. Auf ihn geht das Symbol der Eule auf gelben Grund für Naturschutzgebiet zurück.
Kretschmann starb 2007 in Bad Freienwalde und wäre vergangenes Jahr 100 Jahre alt geworden.
Anlässlich des Gedenktags zeigte das Friedenszentrum den Film „Gefährten" (Orginaltitel „War Horse").
Darin thematisiert Regisseur Steven Spielberg den Einsatz von Pferden im Ersten Weltkrieg. Zwei bis drei Millionen Pferde verstarben an der Front im Ersten Weltkrieg.
„Krieg passiert nicht nur in der Zeitung, er geht auch Mensch und Natur ganz nahe", so Tanneberger. Auch den gefallenen Tieren müsse man Respekt zollen.
Kurt-Kretschmann-Tag 2015

Filmvorführung mit Diskussion

"Gefährten"

von Steven Spielberg

07.03.2015 um 17:00 Uhr
im ehemaligen
NS-Wehrmachtsgefängnis Anklam
Adolf-Damaschke-Str./Friedländer Str.

Eintritt frei! Spenden dienen derFriedensarbeit
Der Veranstaltungsraum wird geheizt.
Dennoch empfehlen wir warme Kleidung.



Kurt Kretschmann

UND DA LEBEN SIE NOCH?

Kriegserinnerungen

Weiter ging es durch
unendliche Schneeseen,
die das Tauwetter gebildet hatte.
In einem Loch versank ein Pferd
bis an den Hals im eisigen Wasser.
Wir zogen und zerrten,..
Schon wollte ich den Karabiner
holen, um es von seinen Qualen zu
erlösen, als es nach einer Stunde
doch noch gelang, das Tier
herauszubekommen.